Rheuma-Liga Berlin

Rheuma schützt nicht vor Kündigung

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Auch kranke Arbeitnehmer können ihren Job verlieren. Welche Rechte sie haben und Tipps aus erster Hand zum Thema Arbeiten mit Rheuma bietet die Rheuma-Liga in ihrem Online-Expertenforum vom 18. bis 25. August 2016.

Bonn, 1. August 2016. Mit der Krankschreibung vom Arzt wiegen sich viele Menschen in Sicherheit. Doch entgegen der landläufigen Meinung kann der Arbeitgeber einen kranken Mitarbeiter durchaus kündigen, weiß Rechtsanwältin Meike Schoeler. „Es ist sogar möglich, einen erkrankten Mitarbeiter wegen seiner Erkrankung zu entlassen“, betont die Rechtsexpertin aus Fritzlar, die sich seit vielen Jahren mit dem Thema rheumatische Erkrankungen im Arbeitsleben beschäftigt.

So kann der Arbeitgeber durchaus wegen einer Erkrankung kündigen, etwa, wenn der Angestellte länger als ein halbes Jahr ausgefallen ist. Kann der Arbeitgeber nachweisen, dass mit weiteren Arbeitsausfällen zu rechnen ist und eine Weiterbeschäftigung dem Arbeitgeber nicht mehr zuzumuten ist, kann er die Kündigung aussprechen. „Letztlich ist aber der Nachweis für den Arbeitgeber schwierig, so dass einige Arbeitgeber erfahrungsgemäß in so einem Fall lieber aus ‚betrieblichen Gründen‘ kündigen, aber auch die müssen selbstverständlich vom Arbeitgeber nachgewiesen werden. Auch ein kranker und sogar ein schwerbehinderter Mitarbeiter ist also grundsätzlich gegen eine Kündigung nicht gefeit“, stellt Meike Schoeler klar. Die Rechtsanwältin ist eine von vier Expertinnen, die beim Experten-Forum rund um das Thema „Rheuma und Arbeit“ Rede und Antwort steht. Außer der Juristin beraten die erfahrenen Betroffenen Marion Rink, Vizepräsidentin der Deutschen Rheuma-Liga und Mitautorin des Wegweisers „Gesundheit fördern – Arbeitsfähigkeit erhalten“, Saskia, Transition-Peer der Rheuma-Liga (www.mein-rheuma-wird-erwachsen.de), und Franziska zum Thema Arbeiten mit einer rheumatischen Erkrankung. Zudem können sich Betroffene über ihre Erfahrungen im Berufsleben austauschen und hilfreiche Tipps erhalten: www.rheuma-liga.de/forum.

Die größte deutsche Selbsthilfeorganisation im Gesundheitsbereich informiert und berät Betroffene unabhängig und frei von kommerziellen Interessen, bietet praktische Hilfen und unterstützt Forschungsprojekte zu rheumatischen Erkrankungen. Der Verband mit rund 290.000 Mitgliedern tritt für die Interessen rheumakranker Menschen in der Gesundheits- und Sozialpolitik ein. www.rheuma-liga.de

Ansprechpartner

Miliana Romic
Leiterin Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Deutsche Rheuma-Liga Bundesverband e.V.
Maximilianstr. 14
53111 Bonn

Tel.:  0228 – 766 06-11
E-Mail: romic@rheuma-liga.de
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Letzte Aktualisierung am 3. August 2016