Medikamentensicherheit: Schwere Immundefekte auch lange nach Beendigung der Behandlung mit Rituximab möglich

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Das Biologikum Rituximab ist unter anderem zugelassen zur Behandlung der rheumatoiden Arthritis, der Granulomatose mit Polyangiitis (M. Wegener) und der mikroskopischen Polyangiitis (MPA). Es ist bekannt, dass unter Behandlung mit Rituximab schwerwiegende Infektionen auftreten können, weshalb regelmäßige Blutkontrollen während der Behandlung empfohlen werden. Es ist nun ein Fall berichtet worden, bei dem die Beeinträchtigung des Immunsystems derart lange anhaltend war, dass noch dreieinhalb Jahre nach der letzten Rituximab-Behandlung die Konzentration von Antikörpern im Blut verringert war, was eine schwerwiegende Infektion nach sich zog. Darum wird empfohlen, bei entsprechenden Auffälligkeiten im Blutbild eine Substitutionsbehandlung mit Antikörpern durchzuführen und diese Patienten auch nach Behandlungsende zu überwachen. Dies teilt die Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft in ihrem Newsletter „Drug Safety Mail“ vom 11.12.2018.

Newsletter „Drug Safety Mail“ der Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft vom 11.12.2018:https://www.akdae.de/Arzneimittelsicherheit/DSM/Archiv/index.html

 

Aus: Verbandsservice 01-19, Deutsche Rheuma-Liga Bundesverband