Medikamentensicherheit: Erhöhtes Risiko für schwerwiegende psychiatrische Ereignisse bei Belimumab

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Das Biologikum Belimumab (Benlysta®) ist unter bestimmten Bedingungen als Zusatztherapie zur Behandlung des systemischen Lupus erythematodes (SLE) zugelassen. Depressionen sind zwar schon als Nebenwirkung in der Fachinformation aufgeführt, aber in einer laufenden Belimumab-Studie bei Patienten mit SLE wurde jetzt nach einem Jahr Laufzeit ein erhöhtes Risiko für weitere schwerwiegende psychiatrische Ereignisse (suizidale Gedanken oder suizidales Verhalten) beobachtet − einschließlich vollendetem Suizid oder Selbstverletzung. Die Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft (AkdÄ) empfiehlt daher, dass Ärzte das Risiko für Depressionen, Suizidgedanken, suizidales Verhalten oder Selbstverletzung vor der Verordnung von Belimumab gründlich bewerten sollten (unter Berücksichtigung der Vorgeschichte und der gegenwärtigen psychiatrischen Verfassung). Unter der Belimumab-Therapie sollten Patienten hinsichtlich dieser Risiken überwacht werden, und Patienten und betreuenden Personen sollte geraten werden, umgehend medizinische Hilfe zu suchen, falls Depressionen, Suizidgedanken, suizidales Verhalten oder Selbstverletzung neu auftreten oder sich verstärken. Dies teilt die AkdÄ in ihrem Newsletter „Drug Safety Mail“ vom 28.03.2019 mit (https://www.akdae.de/Arzneimittelsicherheit/DSM/Archiv/index.html).

Aus: Verbandsservice Nr. 04/2019, Deutsche Rheuma-Liga Bundesverband