Rheuma-Liga Berlin

Silberhochzeit mit meinem Verein

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Im Frühjahr 1990 hatte ich während meines Studiums (Sozialarbeit/Sozialpädagogik) ein dreimo­natiges Praktikum abzuleisten. Ich entschied mich für den Sozialdienst im Immanuel Krankenhaus. Damals befand sich die Geschäftsstelle der Rheuma Liga noch gegenüber dem Krankenhausgelände am Kleinen Wannsee. So hatte ich die Gelegenheit, Berlins größten Hilfe- und Selbsthilfeverein im Gesundheitswesen kennenzulernen, die Beratungsstelle in Charlottenburg zu besuchen und zu hospitieren. Mich haben das Engagement der Mitarbeiter und ebenso die Offenheit und tätige Hilfe zur Selbsthilfe seitens der Betroffenen stark beeindruckt. Ein unvergessenes, intensives Erlebnis mit jungen Rheumakranken hatte ich als Leiterin der Arbeitsgruppe „Sexualität leben“ anlässlich des Bundestreffens Junger Rheumatiker zum Thema: „Let’s talk about sex“ in Graal Müritz 1999 (siehe auch Mobil 5/99).

Seit zehn Jahren bin ich selbständig tätig. Es ist mir eine große Freude, weiterhin als Referentin für die Schulung der Ehrenamtlichen und auch der Gruppensprecher der Rheuma Liga tätig sein zu dürfen. In einem persönlichen Gespräch mit dem Geschäftsführer Gerd Rosinsky im August 2013 legte ich ihm meinen Eindruck über die sinnvolle Planung und professionelle Vorbereitung von Seminaren für die Vereinsmitglieder und aus meiner Sicht erfolgreichen Schulungen Ehrenamtlicher dar. Bis heute besteht ein stabiler Kontakt zu der Sozialen Beratung und der Geschäftsführung trotz vieler personeller Wechsel, Standortverlegungen und den ständig neuen Herausforderungen unserer Zeit.

Herzlich möchte ich allen Rheuma-Liga-Mitgliedern dafür danken, dass sie sich mit Offenheit, Gesprächsbereitschaft und ihrer persönlichen Kompetenz seit vielen Jahren einbringen. Für ein vertrauensvolles Miteinander ist es sehr förderlich, dass auch kritische und kontroverse Themen in einem geschützten Rahmen unter professioneller Moderation angesprochen und bearbeitet werden können. Ich erlebe unsere Zusammenkünfte und Schulungen als menschliche Begegnungen, die das Gemeinschaftsgefühl stärken und dabei helfen können, die Gesundheit zu fördern.

Ich bin fest davon überzeugt, dass unsere Gesellschaft darauf angewiesen ist und es auch bleiben wird, dass sich Bürger über ihre bezahlte Arbeit hinaus ehrenamtlich engagieren und einen Beitrag zum Funktionieren der Demokratie und des Zusammenlebens in der Gemeinschaft leisten.

Von Beate Burkhardt, März 2015