Rheuma-Liga Berlin

Medikamentensicherheit: Schwere Leberschädigung – ein seltenes Risiko bei Tocilizumab

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Medikamentenkapseln, eine Flasche und Spritze
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Tocilizumab ist ein Biologikum, das bei der Behandlung der rheumatoiden Arthritis, Riesenzellarteriitis und juveniler idiopathischer Arthritis eingesetzt wird. Von Tocilizumab ist bekannt, dass es eine vorübergehende leichte bis mäßige Erhöhung von Leberenzymen verursachen kann. In einer zusammenfassenden Bewertung wurden nun aber auch schwerwiegende Fälle von Leberschäden, einschließlich akutem Leberversagen, Hepatitis und Gelbsucht, die in einigen Fällen eine Lebertransplantation erforderten, identifiziert. Die Ereignisse traten zwischen zwei Wochen und mehr als fünf Jahren nach Beginn der Behandlung auf. Die Häufigkeit schwerwiegender Leberschädigungen wird als selten angesehen. Patienten sollten darauf hingewiesen werden, bei Anzeichen oder Symptomen einer Leberschädigung sofort einen Arzt aufzusuchen. Außerdem sollten in den ersten sechs Monaten der Behandlung alle vier bis acht Wochen und anschließend alle zwölf Wochen die Leberwerte kontrolliert werden und gegebenenfalls Dosisanpassungen durchgeführt werden.

 

Dies teilt die Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft  in ihrem Newsletter „Drug Safety Mail“ vom 01.07.2019 mit: www.akdae.de/Arzneimittelsicherheit/DSM/Archiv/index.html

 

Aus: Verbandsservice Nr. 08/19, Deutsche Rheuma-Liga Bundesverband